Mittwoch, 29. Mai 2019

Umkehr zum Leben – den Wandel gestalten

Weiterdenken am 13.06.2019

In den vergangenen Wochen referierte Herr Klaus Heidel, Geschäftsführer  der Werkstatt Ökonomie und Koordinator des ökumenischen Prozesses „Umkehr zum Leben - den Wandel gestalten“ bei Versammlungen verschiedener Gruppierungen in unserem Bistum zur Schöpfungsverantwortung.

Seinen Ausführungen zufolge zeigt die Erdsystemforschung deutlich, wie sehr der Mensch die Zeit, in der wir leben, prägt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sprechen vom Übergang des Menschen vom Holozän ins Anthropozän. Die globalen Umwelt- und sozialen Krisen können als Folgen dieser Entwicklung angesehen werden. Ein kultureller Wandel, die große Transformation, scheint die einzig angemessene Reaktion darauf zu sein, bei dem die Religionen einen wichtigen Beitrag leisten können und müssen.

Diese Einblicke haben beim Berufsgruppentreffen der Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten und anlässlich der Vollversammlung des Katholikenrates Betroffenheit ausgelöst. Der dringende Appell zum kulturellen Wandel, in dem Theologie und Kirche eine große Rolle zugeschrieben werden, hat uns motiviert, etwas dazu beizutragen. Daher treffen sich seit April 2019 unter Federführung des Katholikenrat-Sachausschusses Globale Verantwortung Ehrenamtliche sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Diözese, um gemeinsam die guten Ansätze im Bistum Speyer auszubauen und weiterzuentwickeln. Dazu zählen wir die Kampagne „Gutes Leben. Für alle!“, den ökumenisch-geistlichen Übungsweg „erd-verbunden“ sowie die ökumenische Mitmach-Aktion „Trendsetter-Weltretter“.

Dennoch sehen wir im Bistum Speyer erheblichen Ausbaubedarf des sozial-ökologischen Handelns, wenn Kirche eine Vorbildfunktion übernehmen will. Die aktuellen Entwicklungen bestärken uns in dem Wunsch, neben dem persönlichen Engagement auch unser Bistum in dem Bemühen zu fördern und zu fordern. Zu diesen Entwicklungen gehören allen voran die Enzyklika „Laudato Si“, die Arbeitshilfe 301 der deutschen Bischofskonferenz „Schöpfungsverantwortung als kirchlicher Auftrag“ und die jüngste Veröffentlichung der DBK „10 Thesen zum Klimaschutz“, aber auch außerkirchliche Entwicklungen, wie etwa die „Fridays for Future“-Bewegung, die zunehmende Rezeption der Sustainable Development Goals (SDG), die neueren wissenschaftlichen Erkenntnisse etwa zum Klimawandel (IPCC5) und die Debatten zum Klimaschutz in Politik und Gesellschaft.

Wir möchten Sie einladen, sich dieser noch im Aufbau befindlichen Arbeitsgruppe anzuschließen. Bringen Sie sich ein, damit Klimaschutz als gelebter Schöpfungsglaube zum Zentrum kirchlichen Handelns (vgl. DBK „10 Thesen zum Klimaschutz) auch im Bistum Speyer wird und unser Bistum mit gutem Beispiel vorangeht.

Das nächste Treffen findet am Donnerstag, 13.06.2019 von 15:30 bis 18:30 Uhr in Neustadt, Gemeindezentrum St. Bernhard (Adolf-Kolping-Straße 119) statt.

Anmeldungen erbeten bis 11.06. in der Geschäftsstelle des Katholikenrates;
E-Mail: katholikenrat@bistum-speyer.de, Telefon: 06232/102-489

Für die Arbeitsgruppe

Astrid Waller

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