Donnerstag, 30. September 2021

Katholikenratsvorstand traf sich mit Bischof Wiesemann und Generalvikar Sturm

Der fünfköpfige Vorstand des Katholikenrates im Bistum Speyer hat sich zu seinem jährlichen Gespräch mit Bischof Karl-Heinz Wiesemann und Generalvikar Andreas Sturm getroffen - zum ersten Mal seit der Neukonstituierung des Katholikenrats.

Im Vorfeld der in der kommenden Woche stattfindenden Diözesanversammlung stand vor allem der Entwurf zur Bistumsvision im Mittelpunkt dieses Austauschs. „Der Visionsprozess weckt Hoffnungen, dass wir als Kirche in Speyer neue Wege gehen und wir manche starren Strukturen zurück lassen“, so Thomas Heitz, Katholikenrats-Vorstandsmitglied. Nicht erst durch die Herausforderungen, die sich aus der Corona-Pandemie ergeben haben, sei es für das Vorstands-Team entscheidend, dass das Bistum offen nach außen tritt und sich wieder mehr auf die Botschaft Jesu konzentriert denn auf festgefahrene Strukturen. Die Forderung gelte gleichermaßen für den deutschen sowie den weltkirchlichen Synodalen Weg. Gaby Kemper, Katholikenrats-Vorstandsmitglied, sagte: „Wir werden als Kirche nur weiterhin bestehen können, wenn die Strukturen mehr Beteiligung und Mitbestimmung für alle Gläubigen ermöglicht.“

Im Kontext dessen war das weitere Vorangehen in der Aufarbeitung der Fälle sexualisierter Gewalt im Bistum und entsprechend die Arbeit der Aufarbeitungskommission ein weiteres Schwerpunktthema des Treffens. „Wir begrüßen es ausdrücklich, dass sich unser Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann der Verantwortung bewusst ist und sich um eine umfassende Aufarbeitung und Entschädigung der Betroffenen bemüht. Für uns ist es wichtig, dass im Fokus der Aufarbeitung immer das Leben der Betroffenen steht“, so Hede Strube-Metz, Katholikenrats-Vorstandsmitglied.

Eine knappe Woche nach dem globalen Klimastreik und zwei Tage nach der Bundestagswahl stellte Stefan Angert, Vorstands-Mitglied des Katholikenrats und Sprecher des Ausschusses „Globale Verantwortung“ die Fragen und Ideen des Katholikenrats vor. Er betonte, dass Nachhaltigkeit ein Querschnittsthema sein muss, das als Entscheidungsgrundlage für das Handeln des Bistums gelte. Hierzu hatte der Katholikenrat bereits im April einen Beschluss gefasst.

Theo Wieder, Katholikenrats-Vorstandsmitglied, fasste das Gespräch wie folgt zusammen: „Es ist gut, dass unser Bischof aus seiner Auszeit zurück ist und wir gemeinsam die Themen im Bistum angehen können. Es reicht nicht Forderungen zu stellen. Es müssen Taten folgen, wenn wir als Kirche glaubhaft sein wollen“.

Foto: Klaus Landry

 

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