Dienstag, 15. Januar 2019

Katholikenrat im Bistum Speyer tagt zu sexuellem Missbrauch

Am 02. Februar 2019 kommt der Katholikenrat im Bistum Speyer zu einer außerordentlichen Vollversammlung zum Thema des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche zusammen.

Im September vergangenen Jahres legte eine Studie (MHG-Studie) erschütternde Erkenntnisse zum Umfang sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige sowie zu begünstigenden Strukturen innerhalb der katholischen Kirche offen. Die Studie benannte außerdem notwendige Konsequenzen, wovon im Bistum Speyer seither bereits einige wie beispielsweise die Aufstockung der Präventionsstelle und das Hinzuziehen externer ExpertInnen umgesetzt wurden. Dennoch, so die Vorsitzende des Katholikenrats Luisa Fischer, seien diese bei weitem nicht ausreichend und eine Weiterführung der Debatte daher dringend geboten. Selbstkritisch müsste auch nach dem Anteil von Ehrenamtlichen daran, dass Missbrauch begünstigt werden konnte, gefragt werden. Außerdem seien mögliche Handlungsoptionen des Katholikenrats in den Blick zu nehmen, beispielsweise wenn es darum geht, verloren gegangene Glaubwürdigkeit wieder herzustellen. Als Gesprächspartner stehen dem Gremium an diesem Tag der Sozialethiker Prof. Gerhard Kruip (Universität Mainz) und Generalvikar Andreas Sturm zur Verfügung.

Die Versammlung findet von 9.00-16.00 Uhr im Bischöflichen Priesterseminar Speyer statt.

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