Dienstag, 10. November 2020

Katholikenrat unterstützt neues Leitungsmodell in Homburg

Zukunftsfähige Ausübung der kirchlichen Leitung vor Ort

Eine Premiere in seiner 53jährigen Geschichte durfte der Katholikenrat im Bistum Speyer am 05. November erleben. Zum ersten Male wurde eine Vollversammlung coronabedingt als Videokonferenz durchgeführt. 51 Personen haben an der zweieinhalbstündigen Versammlung teilgenommen und durch eine Vielzahl an Wort- und Chatbeiträgen zum Austausch beigetragen.

Im Mittelpunkt der Beratungen stand das neue Leitungsmodell in der Pfarrei Heilig Kreuz in Homburg, das gemäß § 517 Absatz 2 des Kirchenrechtes bei Priestermangel die Leitung einer Pfarrei durch eine Gemeinschaft von Personen ermöglicht. In einer ersten Reaktion begrüßt der Katholikenrat diesen Schritt „als wegweisende Grundlage für eine zukunftsfähige Ausübung der kirchlichen Leitung vor Ort“, so Gabriele Kemper, Vorstandsmitglied des Katholikenrates und Mitglied der diözesanen Arbeitsgruppe, die einen Orientierungsrahmen für das neue Leitungsmodell erarbeitet hat. In einer Stellungnahme, die der Diözesanversammlung vorgelegt wird, unterstützt der Katholikenrat ausdrücklich das Vorhaben, die Leitungsaufgaben in einer Pfarrei in gemeinsamer Verantwortung von Seelsorgern und ehrenamtlich tätigen Pfarrangehörigen wahrzunehmen. Ein solches Pfarreiteam bietet die Chance der Bündelung eines breiten Spektrums an Begabungen zum Wohle des Ganzen. Daher bittet der Katholikenrat Bischof Wiesemann das neue Leitungsmodell auch für andere Pfarreien in Erwägung zu ziehen. Gleichzeitig sichern die Mitglieder zu, den Prozess inhaltlich zu begleiten und zu unterstützen.

Ein weiteres Thema der Vollversammlung war die Suche nach Kandidatinnen und Kandidaten für den Vorsitz, die Mitwirkung im Vorstand und die Tätigkeit im Hauptausschuss der Diözesanversammlung. Dabei zeigte sich, dass für Vorsitz und Vorstand jeweils eine Frau bereit ist zu kandidieren. Für den Hauptausschuss, dem laut Satzung fünf Personen aus dem Katholikenrat angehören, werden sieben Frauen und Männer kandidieren.

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