Donnerstag, 16. Dezember 2021

Frohe und gesegnete Weihnachten!

Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und mit allem Frieden im Glauben, damit ihr reich werdet an Hoffnung in der Kraft des Heiligen Geistes. (Römer 15, 13)

Es war wohl die Hoffnung, die die Hirten auf dem Feld leitete, als sie die Botschaft des Engels hörten und sich direkt zur Krippe aufmachten. Was sie wohl dort erwartet? Ob sie das vorfinden, was der Engel verkündet hat? Ein Kind in Windeln gewickelt in einer Krippe liegend?

2019 hat unser Bischof auf dem Katholikentag zu einem Visionsprozess aufgerufen. Menschen sollen befragt werden zu ihren persönlichen Segensorten. Das Bistum will sich auf den Weg machen. Aufbrechen.
Parallel startete dann ein neues Gremium, das den Bischof beraten soll: die Diözesanversammlung. Vielen von uns ging es dabei ähnlich, wie den Hirten auf dem Feld. Wir hören zwar eine freudige Nachricht, aber so ganz glauben können wir es noch nicht. Werden wir das finden, nach dem wir suchen? Sind wir mutig genug, neue Wege zu gehen? Werden wir es schaffen, die Kirche zu bewegen?

Doch der Auftrag, der mit beiden Vorhaben an uns gerichtet ist, lässt hoffen. Es sollen alle gehört werden, und wir dürfen mitgestalten.  Nun wurde eine gemeinsame Vision formuliert, doch der Auftrag ist noch nicht vorbei. Vielleicht ist diese Schrift wie die Verkündigung des Engels, der berichtet was uns erwarten wird: Wir wollen eine Kirche die hoffnungsvoll, wertschätzend, verantwortungsvoll und solidarisch in die Welt hineinwirkt.

Es geht hier nicht nur um ein politisches Papier, sondern darum zuzuhören, was Jesus von uns will. Wir stellen uns die Frage, wie wir es schaffen, gemeinsam die Kirche zu sein, die GOTT dient und für die Menschen da ist. Hier geht es nicht um reine Strukturen, sondern um einen Auftrag an uns alle persönlich. Was kann ich dazu beitragen und welche Kompetenzen kann ich mit einbringen?
Der Weg ist noch nicht abgeschlossen. Lassen Sie uns in die Stille lauschen. Vielleicht spricht der Engel auf dem Feld auch zu uns, verkündet uns die frohe Botschaft und schenkt uns damit Hoffnung.
Lassen Sie uns nicht stehen bleiben und zögern, sondern wie die Hirten aufbrechen.
Jetzt ist die Zeit, jetzt ist die Stunde.

Wir wünschen Ihnen und allen, mit denen Sie sich verbunden fühlen, ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest.

Ihr Katholikenratsvorstand

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