Freitag, 02. November 2018

Satzungsdiskussionen und Junge Erwachsene

Katholikenrat tagte in Frankenthal

Von regen Diskussionen war die Vollversammlung des Katholikenrates im Bistum Speyer geprägt, die am 27.10. im Ökumenischen Gemeindezentrum Pilgerpfad in Frankenthal stattfand. Insbesondere der vorliegende Satzungsentwurf für den künftigen Katholikenrat führte zu einem intensiven und mitunter kontroversen Austausch. Deutlich wurden dabei die grundlegenden Fragestellungen: Was ist das Selbstverständnis des Katholikenrates? Wie erfolgt die Delegation der Vertreterinnen und Vertreter der Erwachsenenverbände? Werden die Vorstandsmitglieder künftig als Team gewählt?

Wie gelingt es, den Katholikenrat auf eine breitere und vielfältigere Basis zu stellen, damit er seinem Anspruch, das höchste Vertretungsgremium der nicht-geweihten Katholikinnen und Katholiken zu sein, entspricht. Die AG „Satzung“ wird aufgrund der Impulse durch die Anwesenden den Satzungsentwurf überarbeiten, damit er bei der Frühjahrvollsammlung in zweiter Lesung beraten werden kann.

Im Studienteil, der vom Sachausschuss „Aufbruch, Orientierung, Findung“ vorbereitet wurde,  beschäftigte sich die Vollversammlung mit dem Thema „Von Pfarreien selten im Blick: Junge Erwachsene“. Junge Erwachsene stehen vor zahlreichen zukunftsweisenden Entscheidungen, die existentiell für ihr Leben sind und nicht immer gradlinig verlaufen: Ausbildungs- oder Studienplatzsuche, Berufseinstieg, Partner- bzw. Partnerinnensuche, Wahl des Lebensortes und vieles mehr. Kernherausforderungen dieser Lebensspanne, die etwa von 18 bis 35 Jahren reicht, sind die Qualifizierung, Selbstpositionierung und die Verselbständigung. Und hierbei spielt Kirche mit ihren für diese Zielgruppe unzureichenden Angeboten kaum eine Rolle. 

Die Vollversammlung beschloss einstimmig eine eintägige außerordentliche Vollversammlung Anfang 2019 durchzuführen, die sich mit der Studie „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ und deren Konsequenzen für unser Bistum befasst.

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